Die Saison 2017 mit dem Augenmerk auf die Europameisterschaften stand im Fokus der FN-Jahrespressekonferenz.

„Der Schwerpunkt unserer Planung liegt immer auf den Olympischen Spielen. Entscheidend dafür ist, dass wir uns die Startplätze für Tokio 2020 sichern. Dazu müssen wir bei den Weltreiterspielen, die im kommenden Jahr im US-amerikanischen Tryon ausgetragen werden, entsprechend gut abschneiden. Bei den Europameisterschaften in diesem Jahr geht es dagegen weniger darum, die maximale Zahl an Goldmedaillen zu holen. Sie spielen aber insofern eine zentrale Rolle, als dass hier die Mannschaftsführung die Chance hat, Neues auszuprobieren, zum Beispiel neue Pferde und neue Reiter zu testen“, sagte Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).

Weihegold – Pause bis Balve

Für die deutschen Dressurreiter, die einen Start bei der EM in Augenschein nehmen wollen, sind die Deutschen Meisterschaften Pflichttermin. Da werden die Weichen gelegt. Danach steht mit Aachen die zweite Sichtung an.
Isabell Werth hat in diesem Jahr, nach aktuellem Stand, die Qual der Wahl, mit welchem Pferd sie den Sichtungsweg für Göteborg bestreitet. Sie setzt in dieser Saison vor allem auf Weltcupsiegerin Weihegold und den Westfalen Emilio. „Da hat Weihegold aber ganz klar die Nase vorn. Die Weltcup-Turniere haben wir auch gebraucht, um noch weiter zusammenzuwachsen“, sagte Werth. „Bei ihr geht es jetzt darum, die tolle Form vom Weltcupfinale zu halten. Jetzt hat sie aber noch ein bisschen Pause bis Balve.“