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…und tolle WM-Premiere für U25-Europameisterin Nadine Husenbeth

Im Finale der Fünfjährigen bei der WM der jungen Dressurpferde ist die Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider knapp an einer Medaille vorbei geschrammt. Mit der Oldenburger Sandro Hit-Tochter Sisters Act OLD vom Rosencarre erhielt Schneider im Finale eine glatte 9,0 als Endnote. Das bedeutete Platz vier. Bei Durchlässigkeit und Perspektive gab es für Sisters Act die höchsten Noten: 9,2 und 9,4, was auch für die erstklassige Präsentation der Stute durch Schneider steht. Die Stute aus dem Besitz und der Zucht von Silke Pelzer ist erst seit einigen Wochen unter dem Sattel der Olympiareiterin. Das war eine klasse Teamleistung in der Kürze der Zeit von den beiden.
Ebenfalls im Finale der Fünfjährigen war Faviola. Nadine Husenbeth, U25-Mannschafts-Europameisterin und im vergangenen Jahr noch Mitglied im Bundeskader, hat ihre schicke Schwarzbraune vorgestellt. Während Schneider absolut erfahrener Vollprofi im Sattel von Spitzenyoungstern auf dem WM-Parkett ebenso wie im Bundeschampionatsviereck ist, war es für Husenbeth die WM-Premiere. „Das war so super, so ein Erlebnis. Wir haben unser größtes Ziel erreicht!“
Schon einige Zeit war Familie Husenbeth auf der Suche nach einem Nachwuchspferd für Nadine, dann riefen sie bei Züchter Heinrich Gießelmann an. Dessen Sohn Jan-Dirk ist übrigens ebenfalls ein Kaderreiter. Gießelmann hatte einige interessante junge Pferde im Angebot, unter anderem Faviola. Faviola ist eine Tochter des Foundation aus einer Weltmeyer-Mutter gezogen. „Faviola war im vergangenen Jahr schon unter Jan-Dirk Hannoveraner Reitpferde-Championess“, erzählt Nadine, „also habe ich gleich mal bei Clipmyhorse im Archiv gesucht und sie mir angeguckt. Ich habe sofort gewusst: Dieses Pferd muss es sein.“ Nadine fuhr also mit ihrem Vater und Trainer Klaus Husenbeth zu Züchter Gießelmann, setzte sich in den Sattel von Faviola und war erneut begeistert. „Zwei Tage vor Weihnachten letzten Jahres kam sie dann zu uns in den Stall.“ Seitdem habe die Stute sie immer wieder überrascht. „Sie hat sich gleich beim ersten Versuch für das Bundeschampionat qualifiziert, ist bei der ersten WM-Sichtung einfach toll gewesen und so ging es weiter. Dann hier bei der WM sind wir direkt ins Finale gekommen. Sie hat schon jetzt meine Erwartungen alle übertroffen.“ Auf die WM vorbereitet hat sie sich im Training mit ihrem Vater und ihrer Mutter Britta. „Das passt prima für mich, mal mit dem einen und mal mit dem anderen zu trainieren.“ Trotz des Trubels am WM-Viereck war Faviola in Ermelo absolut gelassen. „Sie hat sich benommen wie ein Vollprofi. Es macht einfach alles Spaß mit ihr!“
Statt Bundeschampionat steht für die gelehrige Dame jetzt Urlaub an und über den Winter möchte Nadine dann Schritt für Schritt mit ihr weiterlernen. „Faviola ist ein Sympathieträger, sie hat immer gespitzte Ohren, sie will immer arbeiten und zeigt tolles Talent für Versammlung.“
Ein junges Paar, auf das man gespannt sein darf.