Von angemeldeten Funkfrequenzen und Hotelzimmernachfrage

Er ist der Mann, der sämtliche Strippen im Hintergrund zieht: Andre Schoppmann, Koordinator Dressur und Springen am DOKR.

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Organisations-Headquarter für die Dressurreiter: Andre Schoppmann (Foto: privat)

Flüge buchen, um Akkreditierungen für Aktive, Funktionäre, Besitzer etc. kümmern, Nennungen abgeben, und und und – all diese Dinge laufen für Championate und Olympische Spiele über seinen Tisch. „Die EM in Göteborg ist allein schon deshalb etwas besonderes“, erklärt Schoppmann, „weil wir vier Disziplinen auf einmal an einem Ort haben: Dressur, Springen, die Para-Reiter und die Vierspännerfahrer.“ Viele Pfleger, Reiter, Fahrer übernachten normalerweise in ihren Lkw, in Göteborg geht das nicht. Dadurch, dass dieWettkämpfe mitten in der Stadt ausgetragen werden, müssen die Lkw weiter weg parken. Übernachtet werden darf dort in den Lkw nicht. Sämtliche Personen müssen also in Hotels einquartiert werden. „Hinzu kommt, das wir in diesem Jahr so viele interessierte Besitzer dabei haben wie noch nie. Normalerweise geben wir immer ein paar Besitzerzimmer zurück, aber dieses Mal haben wir unser Kontingent voll ausgeschöpft. Die Pferdebesitzer sind unheimlich interessiert und engagiert, was uns natürlich freut.“
Bei den Olympischen Spielen in London und Rio musste Schoppmann bereits die Funkfrequenzen der Trainer-Kommunikationssysteme von jedem einzelnen Reiter im Vorfeld angeben, aber bei einer Euro ist das dieses Mal zum ersten Mal der Fall. „Aber sonst ist für uns Göteborg eher gering im Aufwand. Alle Pferde können beispielsweise mit dem Lkw anreisen. Wenn ich das mit den Weltreiterspielen in Kentucky vergleiche, als wie 54 Pferde rüberfliegen mussten… In den Lkw können auch die eigenen Futtermittel problemlos mitgenommen werden. Alles in allem ist Göteborg in der Organisation für uns also recht entspannt.“
Lediglich die Flugbuchung für die Funktionäre und das gesamte Unterstützungspersonal mit Mannschafts-Arzt, Mannschafts-Tierarzt, Physiotherapeut Mensch und Pferd etc. war etwas komplizierter, weil sie direkt von der EM der Vielseitigkeitsreiter im polnischen Strzegom nach Göteborg reisen müssen. Das geht nur mit mehrmaligem Umsteigen und mehreren Zwischenstopps, aber auch das hat Andre Schoppmann im Griff.
Neben den Europameisterschafts-Wettbewerben steht in Göteborg auch eine U25-Tour auf dem Programm. Für Deutschland dürfen zwei Damen an den Start gehen und auch um diese Nennungen hat sich Schoppmann gekümmert: Florine Kienbaum mit ihrem bereits bewährten Doktor Schiwago und Nathalie Braun mit Sergio.