Nein, die Rede ist nicht von Isabell Werth's braunem Emilio, sondern von Ninja Rathjens Schimmel.

Jetzt sind insgesamt 19 Pferde in den Kadern, die wir hier im Auge haben (Olympiakader, Perspektivkader und Nachwuchskader 1 U25), und gleich zwei heißen Emilio. Hier ist heute die Rede von dem elfjährigen Earl-Sohn, der im vergangenen Jahr mit Ninja Rathjens zum goldenen U25-EM-Team gehörte. Aber auch Isabell Werth ist indirekt in Ankum vertreten: Ihr Bereiter Niklaas Feilzer hat einige Pferde dort am Start und gewann bereits zwei S-Dressuren mit dem neunjährigen Quaterback-Sohn Quotenkönig.
Nach ihrer Finalteilnahme im Louisdor-Preis im Dezember 2017 sind Ninja Rathjens und Emilio nun in Ankum ins Turniersportjahr 2018 gestartet: Sieg im Kurz-Grand Prix mit 71,744 Prozent und Platz drei im Grand Prix mit 68,40 Prozent – und das genau zehn Tage vor Ninjas 24. Geburtstag. Erst im Frühjahr 2016 hatte Ninja den Schimmel auf einem Turnier entdeckt und sich sofort verliebt. Seitdem geht es für die beiden in rasendem Tempo die Karriereleiter bergauf – über Team-Gold bei der EM über das Louisdor-Finale bis in den Nachwuchskader 1.

Und so schwärmt die fast 24-Jährige von ihrem Traumpartner:
„Emilio ist immer motiviert, hat immer Lust zu arbeiten und in einer Prüfung legt er immer noch mal eine Schippe drauf. Und zu Hause im Stall ist er ein so herzliches Pferd. Ich hatte ihn gerade eine Woche, da hat er schon gewiehert als ich in den Stall kam. Und er möchte Beachtung. Wenn er nicht zuerst begrüßt wird, kann er sehr herzzerreißend und zugleich bestimmend wiehern. Er weiß genau, was er will.“

Auffallend: Von den platzierten Fünf im Kurz-Grand Prix sind drei Pferde aus dem Finale des Louisdor-Preises bekannt: Emilio, Rania M (Dr. Svenja Kämper-Meyer) und Diva Noir (Louisa Lüttgen).