In 's-Hertogenbosch stand heute der Grand Prix der Weltcup-Tour auf dem Programm

Blitzsauber – so könnte man die Runde von Emilio und Isabell Werth in den Brabantenhallen in 's-Hertogenbosch nennen – mit ein, zwei winzigen 'Aber'. In der Zick-Zack-Galopp-Traversale hat der zwölfjährige Ehrenpreis-Sohn seiner Reiterin einen Wechsel etwas 'gemopst'. Im Schritt fehlte noch ein wenig Gelassenheit, der Übergang vom Galopp in den Trab am Schluss der Aufgabe war heute nicht ganz präzise am Punkt, sonst rundum gut. Wunderbare Highlights, wie immer bei Emilio, vor allen Dingen in der Piaff-Passage-Tour. Diese Runde bedeutete für Emilio und Werth den Sieg im Grand Prix mit 78,413 Prozent.

Auch Zaire war gut unterwegs. Vielleicht heute nicht immer in den Piaffen ganz locker durch den Körper arbeitend, ein Haker in den Einerwechseln und auf der Schlusslinie bei X ein kurzes Missverständnis. Aber auch die Stute mit absoluten Highlights: supergesetzte Pirouetten, eine sehr schöne Trabtour und immer wieder das Gesamtbild des Paares wunderbar elegant und harmonisch. Es wurde heute Platz drei für das Paar mit 73,630 Prozent.

Reine Fakten, ohne Kommentar: Einer der fünf Richter, der Niederländer Adriaan Hamoen (bei H), hatte Emilio nicht auf dem Siegplatz, sondern auf Platz zwei eingeordnet, mit 74,783 Prozent. Mit 78,152 Prozent lag bei ihm Edward Gal vorne. Jessica von Bredow-Werndl ordnete Herr Hamoen auf Platz acht mit 71,304 Prozent ein…