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Isabell Werth ist Titelverteidigerin in Paris und klare Favoritin, aber…

…gerade diese Favoritenrolle sorgt bei der dreifachen Weltcup-Siegerin für Habachtstellung: „Ich bin so lange in dem Sport. Wenn alle einen als Favorit sehen, das warnt mich ja“, erklärt sie mit einem Schmunzeln, aber auch einer gehörigen Portion Ernst. Weihegold sei in Amsterdam das letzte Mal am Start gewesen. „Das ist ja nun auch eine Weile her. Ich hoffe mal, dass hier in Paris alles gut funktioniert und wir an unsere vergangene Form anknüpfen können.“
Nach der Weltcup-Etappe 's-Hertogenbosch war Werth definitiv ins Nachdenken gekommen. Ihr zwölfjähriger Emilio hat noch einmal einen ordentlichen Entwicklungsschub gemacht, hat sich super präsentiert und seiner Reiterin ein '90-Prozent-Gefühl' gegeben. „Emilio hatte mich wirklich zum Nachdenken gebracht“, betont Werth, „er hätte diese Chance verdient. Ich bin natürlich unheimlich froh, zwei Pferde auf diesem Level zu haben.“ Letztlich habe ihr bei der Entscheidung auch geholfen zu wissen, dass Weihegold nach dem Weltcup-Finale wie im vergangenen Jahr eine Embryo-Transfer-Pause einlegen wird. „Dann geht Weihe jetzt das Weltcup-Finale und mit Emilio geht es in der Grünen Saison weiter.“
1991 war das Finale schon einmal in Paris, damals siegte Kyra Kyrklund mit Matador. Auch wenn Isabell Werth 1991 noch nicht mit am Start war, kennt sie die Pariser City Hall von vergangenen Weltcup-Stationen. „Ich war vor 20 Jahren das letzte Mal in dieser Halle“, erinnert sich Isabell Werth, „und sie ist nach wie vor gigantisch, gewaltig und sehr schön.“ Bevor es am Freitag mit dem Grand Prix losgeht, bleibt heute am Donnerstag noch etwas freie Zeit. Während viele ihrer Kollegen zum Eiffelturm oder in die Stadt zum Shoppen wollen, hat Werth ein anderes Ziel: „Wenn das Wetter nur ein bisschen gut wird, möchte ich unbedingt auf den Montmartre. Zwischen all den Künstlern herumzuschlendern – das ist ganz toll.“