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In Paris stand heute der Grand Prix auf dem Programm…

 

Eigentlich geht es um nichts, könnte man denken, aber das ist natürlich falsch. Morgen in der Kür fangen zwar alle Reiter wieder bei null an, aber das Ergebnis von heute definiert, in welcher Startgruppe man gelost wird. Die drei deutschen Damen haben es geschafft: alle drei werden in der letzten Fünfer-Gruppe antreten. Also: Ziel erreicht.

Trotzdem ist hier und da noch Luft nach oben – so soll es ja auch sein. Weihegold OLD hat heute genau das gemacht, wovor ihre Reiterin Isabell Werth im Vorfeld gewarnt hatte. Nach dem Motto: Man darf sich nie zu sicher sein… "Weihegold war heute sehr heiß", erklärte Cheftrainerin Monica Theodorescu. "Dadurch hatte sie in der Galopp-Tour ungewöhnlich viele Fehler." Vor dem starken Galopp baute die 13-Jährige einen 'Umspringer' ein, in der Zick-Zack lief es nicht ganz glatt und auch in den Einerwechseln musste Isabell Werth mit einem leichten Kopfschütteln einen Fehler notieren. Am Ende verließ Werth schmunzelnd die Arena, wohl ahnend, dass Laura Graves ihr heute den Rang abgelaufen hatte. Aber gleichzeitig auch mit der Werth'schen Entschlossenheit im Blick. Auf die Kür morgen dürfen wir jetzt sogar noch ein bischen gespannter sein... Graves siegte auf Verdades mit persönlicher Rekordnote von 81,413 Prozent, Werth und 'Weihe' wurden Zweite mit 78,261 Prozent.

Wir erinnern uns an das Weltcup-Finale in Omaha. Schon damals hatte Graves eine klare 'Kampfangsage' Richtung Werth ausgegeben, musste sich aber am Ende doch mit Platz zwei zufrieden geben, was ihr nicht leicht fiel. Wir erinnern uns auch an das CHIO Aachen im vergangenen Jahr. Graves schlug Werth im Grand Prix Special, Werth legte einen Tag später in der Kür noch eine Schippe drauf und gewann. Mal sehen, was morgen passiert!

Der 17-jährige Unée hatte mit Jessica von Bredow-Werndl den Anfang der deutschen Paare gemacht. Flüssig und frisch präsentierte sich das Paar, allerdings nicht in allen Teilen der Prüfung mit optimaler Anlehnung. Heute wurde es Platz drei mit 75,668 Prozent und damit haarscharf vor Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. mit 75,311 Prozent. Sammy hatte sich vor dem Abwenden auf die Schlusslinie ein ganz kurzes Angaloppieren geleistet, das könnten die entscheidenden Punkte zwischen Platz 2 und 3 gewesen sein. "Beide Reiterinnen, Jessica und Dorothee, waren sehr zufrieden", erklärte Theodorescu, die selbst nur Werths Ritt sehen konnte, weil sie während der anderen Ritte in der Abreitehalle war, um dort bei der Vorbereitung zu helfen.

In der Siegerehrung setzte Unée noch einmal ein Ausrufezeichen hinter seine Fitness. Er buckelt fröhlich durch die Gegend. Sehr schön!

Nicht verpassen: Morgen um 14.00 Uhr beginnt die finale Weltcup-Kür. Live wird die Kür bei dem kostenpflichtigen fei.tv gezeigt.