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77,571 Prozent für Diva Royal und Doro Schneider.

Super! Die zehnjährige Diva macht hier einen Vollprofi-Eindruck, ihre Reiterin ebenso. Man kann sich kaum vorstellen, dass es für die beiden das erste Championat ist. Fehlerfrei ritt das Paar durch den Special und dabei strahlte Schneider auch noch von Einritt bis Ausritt eine Message in die Welt: Dressurreiten macht Spaß! Selten hat man so viel gute Laune im Sattel gesehen.

"Es macht mir einfach Spaß!", erklärt Schneider. "Ich bin super zufrieden. Ich hatte vielleicht gedacht, sie geben mir 78 Prozent für die Runde, aber..." Dieses junge Pferd in diesem Stadion – "sie hast das fantastisch gemacht", lobt Schneider ihre Rappstute. Natürlich war der Druck als erste Mannschaftsreiterin da und Schneider zuckte fast entschuldigend mit den Schultern, dass der erste englische Reiter, Carl Hester direkt nach ihr am Start, genau drei Prozent mehr hat. Aber Silber wäre auch klasse!

Besonders gefreut hat sich die Framersheimerin, dass gestern Abend noch ein paar Bekannte aus der Heimat angereist sind, noch Karten für das Stadion bekommen haben und sie heute hier unterstützt haben. "Ich wusste auch, wo im Stadion sie sitzen. Das war klasse!" Und dann war da noch der Glückspfennig, den die Kinder ihres Mannes gefunden hatten und den sie sich in die Tsche gesteckt hat. Dieser Pfennig dürfte in Doro Schneiders persönliche Olympiasammlung eingehen.

"Ich hatte schon ganz schön Herzbubbern", gab Bundestrainer Hilberath zu, "der Druck ist jetzt schon irgendwie da. Doro hatte nur die Vorgabe, die Piaffen etwas mehr auf der Stelle zu reiten und das ist ihr gelungen. Doro und Diva haben ihren Job zur allervollsten Zufridenheit erledigt." Und mit einem Grinsen fügt er hinzu. "Ich persönlich hätte es nicht besser machen können."