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Morgen ist der letzte Tag, dann ist schon wieder alles vorbei – die olympischen Reiterspiele 2012. Morgen geht es in der Kür um die Einzelmedaillen.

Die Kür ist alleinig ausschlaggebend für die Verteilung der Einzelmedaillen. „Das ist in meinen Augen keine ganz so glückliche Lösung“, kritisierte heute Bundestrainer Jonny Hilberath. „Ich würde es sportlicher finden, wenn Special und Kür zusammen für die Medaillen zählen würden. Bei der Kür ist immer auch ein Teil Geschmack.“ Equipechef Roeser fügte hinzu: „Ich glaube auch, dass das Publikum bei der Kür einen gewissen Einfluss hat. Ich denke nur an Kentucky und die Spanier, nichts gegen die Spanier, aber so eine Kulisse geht auch an den Richtern vorbei.“ Zur Erinnerung: In Kentucky hatte die Kür von Fuego unter dem Spanier Munoz Diaz für enthusiastischen Applaus gesorgt, am Ende wurde das Paar Fünfter in der Kür.
Im Pressezentrum liefen nach der Auslosung für die Kür schon die Spekulationen heiß, wie die Briten das denn hinbekommen haben: Die drei britischen Paare und Adelinde Cornelissen starten ganz am Schluss. Roeser warnte: „Ich denke, hier von Manipulation zu sprechen, wäre gefährlich. Das Wort möchte ich hier gar nicht in den Mund nehmen, dazu haben wir auch gar keine Berechtigung.“ Dann erklärte Roeser das Prozedere der Auslosung, das hier übrigens nicht wie in Kentucky mit zwei großen Töpfen und Losen darin vonstatten geht, sondern per Computer.
Insgesamt wurden die 18 Kür-Reiter in drei Gruppen gelost, die Gruppen waren nach ihren Ergebnissen aus dem Special gebildet worden. So startet Kristina Sprehe als letzte Reiterin der Gruppe 2, Doro Schneider und Helen Langehanenberg gehen als die ersten beiden Reiter der letzten Gruppe an den Start.