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Fabienne Müller-Lütkemeier erzählt von ihrer Premiere bei der polnischen Weltcup-Station…

Im Oktober 2016 feierte das neue Richtsystem für den Schwierigkeitsgrad der Kür Weltcup-Premiere in Odense. Seitdem ist es bei den Stationen der Westeuropa-Liga zum Standard geworden, wird bei vielen großen Turnieren und Championaten (wenn die Küren stattfinden :-) eingesetzt. In Zakrzow wurde dieses System, ausgetüfftelt von der Richterin Katrina Wüst und dem Technik-Experten Daniel Göhlen, nicht angewendet. Fabienne Müller-Lütkemeier machte dabei eine interessante Beobachtung, die einmal mehr zeigt: Dieses neue Bewertungsystem für den Schwierigkeitsgrad war ein Riesenschritt in Richtung Transparenz und Nachvollziehbarkeit!

"Nach dem im Weltcup bei uns bereits gängigen Bewertungssystem hat meine Kür einen Schwierigkeitsgrad von 9,9 – wenn alles klappt", erzählt Fabienne Müller-Lütkemeier. "Ich hatte auch schon mal die 10 für den Schwierigkeitsgrad, mit dem ein oder anderen Bonuspunkt. In Zakrzow hatte ich technisch keinen Fehler – was auch ein Blick auf das Notenprotokoll für die technischen Noten belegt. Wurde aber im Schwierigkeitsgrad für dieselbe Kür mit 7,5 bis 8,5 bewertet…? Das ist natürlich schwer nachzuvollziehen. Für mich war diese Erfahrung ein weiterer Beleg dafür, wie notwendig die Einführung des Bewertungssystems für den Schwierigkeitsgrad war. Das System macht die Bewertung deutlich besser nachvollziehbar und messbar."

Fabienne Müller-Lütkemeier war zum ersten Mal in Zakrzow und war insgesamt von den Bedingungen sehr angetan: "Alle Pferde standen in festen Boxen, die Böden waren prima, die Hallen groß genug, überhaupt war die ganze Anlage sehr groß, mit Hotel gleich vor Ort und die Leute sehr nett und bemüht."

In Grand Prix und Kür ist die Kaderreiterin mit ihrem Fabregaz in Zakrzow jeweils auf Platz zwei gelandet. Im Grand Prix mit 71,783 Prozent. "Nach der Prüfung war ich etwas 'knatschig'", gesteht sie gegenüber dressursport-deutschland.de. Fabregaz habe sich ablenken lassen und sie habe ihn nicht stetig durch die Prüfung hindurch wirklich geschlossen halten können. Ganz anders in der Kür: "Da war ich mega happy!", jubelt Müller-Lütkemeier. "Ich hatte Fabregaz viel geschlossener, die Piaffen waren viel schöner und ich habe mich rundum sicher gefühlt. Vielleicht hat es daran gelegen, dass ich vor dem Grand Prix im Trab ums Viereck geritten bin, ihn noch mal habe anpassagieren lassen? Vor der Kür bin ich im Galopp noch einmal außen herum geritten, das hat sich deutlich besser angefühlt. Es kommt immer wieder neu auf kleine Nuancen an – und es bleibt spannend :-) Dass Fabregaz sich im Laufe von nur einem Tag vor Ort so enorm gesteigert, das fand ich wirklich klasse!"

Die Siege gingen an beiden Tagen an Weltcup-Neuling Frederic Wandres und Duke of Britain. In der Kür schrammte der Bereiter im Stall Kasselmann nur knapp an den 80 Prozent vorbei. Was für eine Premiere!

 Weitere Eindrücke aus Zakrzow schildert Fabienne Müller-Lütkemeier auch auf ihrer Website: https://www.fabienne-luetkemeier.de/