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Nach der Einlaufprüfung hat sich Hubertus Schmidt mit Escolar auch den Sieg in der Finalqualifikation im Louisdor-Preis in Oldenburg gegönnt.

Sein Ergebnis: 75,512 Prozent. „Ich hatte ein paar Kleinigkeiten drin, aber Escolar ließ sich super reiten. Er ließ sich noch besser reiten als gestern – was ja auch kein Wunder ist nach einem halben Jahr Turnierpause. Da war er gestern noch etwas verkrampfter.“, schwärmte Hubertus Schmidt. Und Kommentator Christoph Hess lobte: „Das ist ein Weltpferd!“ Damit hat sich Escolar sein Ticket für das Finale des Louisdor-Preises gesichert. „Ich möchte auf jeden Fall noch ein Turnier vor Frankfurt reiten, eventuell noch einen langen Grand Prix – das muss ich mal sehen“, erklärte Schmidt. Escolar kennt die Halle in Frankfurt vom Burg-Pokal im letzten Jahr. Da hatte er sich in der ersten Prüfung noch etwas aufgeregt, aber inzwischen sei er noch abgeklärter, noch reifer geworden, so der Reitmeister. „Und mit den Weihnachtsmännern hat er, glaube ich, gar kein Problem. Mit Escolar freue ich mich richtig auf Frankfurt.“
Hubertus Schmidt strahlte – Sieg mit Imperio, Sieg mit Escolar, es lief am Oldenburg-Freitag und so ließ sich der Reitmeister zu kurzem Philosophieren in Richtung Zukunft hinreißen. „Ich habe noch einige sehr gute jüngere Pferde, zum Beispiel einen sehr guten sechsjährigen Hengst zu Hause, Denoir. Eigentlich wollte ich ja irgendwann aufhören, aber der ist so gut“, grinst Schmidt und hält kurz inne. „Aber ich will ja nicht, dass die Leute sagen: ‚Hubertus Schmidt – der ist früher mal sehr gut geritten.' (lacht) Ich bin sehr entspannt. Mit Imperio wollte ich noch nach Rio, noch in die Mannschaft, aber das habe ich jetzt nicht mehr. Ich habe kein erklärtes Ziel mehr. Ich nehme, was kommt.“

Auch die Zweitplatzierte Ingrid Klimke hat sich ihren Finalplatz mit SPH Dante noch schnell bei der letzten Station in Oldenburg gesichert. Hess kommentierte ihre Prüfung als „sehr sicher, sehr gutes Reiten, nicht unbedingt spektakulär.“ Und Ingrid Klimke scheint den Welfenadel-Sohn definitiv in ihr Herz geschlossen zu haben: „SPH Dante ist total süß. Er erinnert mich immer an ein dickes Doppelpony – sehr leichtfuttrig und verfressen. Zu Hause ist er sehr entspannt und genießt sein Leben, aber auf dem Turnier ist er eifrig und engagiert.“ Letzte Woche war das Paar in Ankum zum ‚letzten Test‘ am Start. „Ich denke, dass er vor Frankfurt kein Turnier mehr geht. Wir werden zu Hause noch ein bisschen die Pfaffen üben, die sind noch unsere Schwachstelle.“
Platz drei ging heute in Oldenburg an Damon’s Satelite unter Jil-Marielle Becks mit 72,349 Prozent. Wenn es auch nicht ganz mit der Finalqualifikation geklappt hat, so hat sich das U25-EM-Doppelgold-Paar auf jeden Fall für das anstehende Piaff-Förderpreis-Finale in Stuttgart empfohlen. Übrigens: Der Louisdor-Preis wird von der Liselotte und Klaus Rheinberger-Stiftung unterstützt, der Piaff-Förderpreis von der ‚Schwester-Stiftung‘, der Liselotte Schindling-Stiftung.
Nur sieben Paare waren bei dieser letzten Louisdor-Station in Oldenburg am Start, aber was für welche! Alle Pferde von sehr guter Qualität, die Perspektiven für den Grand Prix-Sport beachtlich.
Sowohl Hess als auch Schmidt waren begeistert von dem auserwählten Starterfeld. „Wir haben jedes Jahr wieder richtig gute Pferde im Louisdor, gerade die letzten Jahre“, betonte Schmidt.


Die Finalqualifizierten im Louisdor-Preis 2018:
• Hagen
Blue Hors Veneziano unter Daniel Bachmann Andersen 74,023 %
Chrysler unter Hubertus Schmidt 71,442 % (inzwischen verkauft)

• Wiesbaden
Quintus unter Isabell Werth 75,093 %
Zinq Abegglen FH unter Marcus Hermes 72,558 %

• Werder
Famoso unter Benjamin Werndl 77,442 %
Destiny OLD unter Kristina Bröring-Sprehe 75,791 %

• Donaueschingen
Diesel unter Emma Hindle 72,884 %
Ferdinand BB unter Jessica von Bredow-Werndl 71,395 %

• Gut Ising
Chilly Jam DSP unter Alexandra Sessler 72,651 %
Foundation unter Matthias Alexander Rath 71,325 %

• Oldenburg
Escolar unter Hubertus Schmidt mit 75,512 %
SPH Dante unter Ingrid Klimke mit 72,767 %