Get Adobe Flash player

Sehr intensiv, intuitiv und individuell – nur so macht es Spaß…

 

Isabell Werth hat am Donnerstagabend einen Lehrgang in Wellington gegeben. Mit 1.500 Zuschauern war die Halle ausverkauft, die sechs Lehrgangsteilnehmer waren begeistert.

Und Werth selbst? Dazu im Kurz-Interview bei dressursport-deutschland.de

• dressursport-deutschland.de: Mittwoch Hinflug in die USA, Donnerstag Lehrgang, Freitag Rückflug – das war ganz schön stressig?
Isabell Werth: Das war keine Urlaubstour, das stimmt, aber es hat großen Spaß gemacht. Der Lehrgangsabend begann um 17.30 Uhr und ging bis 21.00 Uhr. Das war eine unheimlich intensive Zeit. Ich möchte unbedingt, dass etwas ankommt bei den Teilnehmern. Das zehrt und ist wirklich anstrengend, aber nur so macht es Spaß.

• dressursport-deutschland.de: Wenn man Reiter und Pferd nur einen Abend sieht und Tipps geben kann, was ist Ihr Ziel? Was können Sie in der Kürze dieser Zeit erreichen?
Isabell Werth: Meistens geht es bei einem solchen Lehrgang weniger um klassische Lektionsarbeit. Mein Ziel ist vielmehr, das Verständnis für den Durchfluss der Bewegung zu schulen. Ich möchte vermitteln, die Bewegung von hinten nach vorne und durch den gebogenen Körper zu erarbeiten. Es fällt immer wieder auf, egal bei welchem Ausbildungsstand, dass man Unterbrechungen im Ablauf sieht. Das wird in den Lektionen und in der Grundanlehnung deutlich. Also muss man mehr an der Basis arbeiten. Das versuche ich deutlich zu machen.

• dressursport-deutschland.de: In der Kürze der Zeit ist es unheimlich schwer, sich auf immer wieder neue Paare einzustellen?
Isabell Werth: Ich lasse mich gerne von meinem ersten Eindruck leiten, natürlich spreche ich auch zu Beginn kurz mit den Reitern. Aber dann arbeite ich intuitiv und individuell mit Pferd und Reiter. Das geht aus meiner Sicht am besten.

• dressursport-deutschland.de: Sie hatten sechs Teilnehmer im Endeffekt, aber sehr viele Bewerbungen. Wie haben Sie die Kandidaten gefiltert?
Isabell Werth: Uns wurden vorher Bewerbungen per Videosequenzen zugeschickt. Die haben wir uns angesehen, wir heißt der Veranstalter und ich, und dann haben wir ein Feld zusammengestellt, dass ein breites Spektrum auch für die Zuschauer bietet. Wir hatten ein fünfjähriges Pferd, drei auf St. Georg und zwei auf Grand Prix-Niveau. Im Nachhinein muss ich sagen, fünf statt sechs Kandidaten wären vielleicht noch besser gewesen. Darüber werden wir für das nächste Mal nachdenken. So waren die dreieinhalb Stunden absolut geballt.

• dressursport-deutschland.de: Sie haben bisher nur sehr selten Lehrgänge gegeben. Werden Sie das ab jetzt häufiger tun?
Isabell Werth: Nein, nicht häufiger. Ich habe zwar wahnsinnig viele Anfragen – aus Europa, aus Australien und Amerika – aber ich werde nur zwei bis drei Lehrgänge pro Jahr machen. Mehr bekomme ich im Moment nicht in meinen Zeitplan.