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Sie strahlte, sie jubelte, sie hielt den Daumen nach oben. Dorothee Schneider hat sich wahnsinnig gefreut – nach dem Special mit Showtime in Ebreichsdorf.


Mit ihm hatte sie das erste Mal in ihrer gesamten Reiterlaufbahn die 80 Prozent geknackt – das war im November 2015 in München – und jetzt haben die beiden es wieder getan. Beim zweiten Start nach seiner Verletzungspause siegte Showtime unter Dorothee Schneider im Special von Ebreichsdorf mit 81,021 Prozent. Was für ein geniales Comeback.
Die Passage wirkten noch ausdrucksvoller, noch dynamischer, noch selbstverständlicher als gestern im Grand Prix. Die Übergänge von den Piaffen in die Passage waren noch harmonischer. Zugegeben: die Piaffen könnten phasenweise vielleicht sogar noch etwas mehr auf die Stelle platziert werden. In der Schritt-Tour konnte Showtime heute noch direkter entspannen und auch in der Galopp-Tour blieb er insgesamt noch gelassener. Auf der Mittellinie zwischen den Pirouetten kratzte er sich ein ganz klein wenig auf in den Einerwechseln, was er auch noch etwas in die zweite Pirouette mitnahm. Momente leichten Übereifers.
Ein herrlicher Genuss, dass dieses ausdrucksvolle, enorm dynamische Pferd wieder zurück im Sport ist. Besitzerin Gabriele Kippert und Dorothee Schneider freuen sich gleichermaßen!
Mit 75,17 Prozent setzten sich Benjamin Werndl und Famoso OLD – wie gestern im Grand Prix – auch im Special auf Platz. Dieser zehnjährige mit dem jugendlichen Gesicht und der nahezu durchgängig herrlichen Silhouetten.
Schon beim Gruß zu Beginn stand er wie ein Felsen. Frei nach dem Motto: 'Ich bin schon ein Großer, ich kann das!' Sehr schön locker und harmonisch die Trabtour zu Beginn. Vor der ersten Piaffe aus dem Schritt hat Famoso allerdings einmal ordentlich nach hinten ausgekickt, aber dickes Kompliment an Benjamin Werndl. Der blieb ganz ruhig, korrigierte nach vorne und beharrte in gelassener Konsequenz noch auf einige gelungene Piafftritte. Die nächste Piaffe klappte wie am Schnürchen. In der Galopp-Tour darf Famoso noch mehr Last aufnehmen, noch kraftvoller ins Bergauf galoppieren. Das hat man heute auch in den Zweierwechseln gesehen, die er tendenziell mit etwas hoher Kruppe sprang.
Gesamtfazit: Ein wunderbares Nachwuchspferd für die internationale Spitze!