Mit ihrem 'Neuen' hat Isabell Werth den Special in Mannheim gewonnen, Dorothee Schneider folgte mit Pathétique. Und wann sehen wir Bella Rose wieder am Start?

 

"Ich bin heute wie gestern sehr sehr zufrieden mit Quantaz", strahlte Isabell Werth. "Und Platz zwei gestern und eins heute fühlt sich auch sehr gut an." Heute gab es für Quantaz 74,319 Prozent, Pathétique folgte mit 73,702 Prozent.

Seit rund acht Monaten hat Werth das Pferd im Stall: einen neunjährigen Quaterback-Sohn im Besitz von Victoria Max-Theurer. Bis Sommer 2018 hatte Ronald Lüders das Pferd unter dem Sattel, war mit ihm im Louisdor-Preis in Hagen und in Redefin am Start. "Vicky hat Quantaz in Hagen entdeckt und danach gekauft", erzählt Werth. "Das Pferd ist hochtalentiert, vor allen Dingen für Piaffe und Passage. Er war hier in Mannheim, das erste Mal international unterwegs, sehr fokussiert und mit positivem Ehrgeiz." In den Zweierwechseln war er vielleicht noch etwas übermotiviert und hängte am Ende noch einen Einerwechsel dran. "Nach der ersten Pirouette hatte er sich kurz erschrocken, aber danach sofort wieder konzentriert und die neun Einerwechsel fehlerfrei absolviert. Es ist keine Frage: Dieses Pferd will alles richtig machen."

Werth wird den Neunjährigen vielleicht noch ein, zwei Turniere reiten, dann soll ihn die Besitzerin, die von Werth im Training unterstützt wird, übernehmen und sich – so der Plan – einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Tokio sichern.

Vom Siegerpodest eilte Werth ins 'Gläserne Studio' am Mannheimer Springplatz zur Lesung ihres Buches. Mit der drittplatzierten Lisa Müller – auf Stand by Me zeigte sie eine wirklich imposante Runde mit toller Pi-Pa-Tour – genannter Victoria Macx-Theurer und deren Lebensgefährte Stefan hatte Werth drei Schüler vor Ort, war selbst mit zwei Grand Prix-Pferde, Quantaz und Don Johnson, am Start, und hatte Bella Rose zum Training dabei. "Ich muss versuchen, hier alles unter einen Hut zu bekommen", lacht Werth. Wann Bellas erster Turnierauftritt der Saison sein wird, ist noch unklar. Deutsche Meisterschaft in Balve wird sie auf jeden Fall gehen, aber vorher ist es fraglich. "Die Termine liegen dieses Jahr sehr eng beieinander", erklärt Werth. Vielleicht nehme ich sie vorher nur noch auf ein paar Turniere zum Training mit. Es ist noch nicht ganz sicher."

Dorothee Schneider und Pathétique zeigten eine fehlerfreie Runde – mit kleinen Unsicherheiten in den Übergängen Pi-Pa. Zwei der fünf Richter sahen diese beiden vorne, die anderen drei Werth und Quantaz. es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen!