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Das Champion-Zitat: „In fünf Minuten kann man ein Pferd sowieso nicht auf 'links drehen'.“

 

Fünfmal hat Reitmeister Hubertus Schmidt das Deutsche Berufsreiterchampionat Dressur gewonnen. Fünfmal hat auch Heiner Schiergen bisher dominiert – die vergangenen vier Jahre in Folge. 2019 hätte sich Schiergen mit Sieg Nummer sechs also einen neuen Rekord sichern können, aber Kaderreiter Frederic Wandres hat ihm die Suppe knapp 'versalzen'. Wandres war das erste Mal beim Deutschen Championat der Berufsreiter Dressur am Start – und er hat es genossen.
In den Qualifikationen Grand Prix und Special hatten sich Wandres und Schiergen schon ein enges Duell geliefert: Den Grand Prix gewann Schiergen mit dem 14-jährigen Florencio-Sohn Aaron mit 72,633 Prozent, Wandres folgte auf dem ebenfalls 14-jährigen Westminster mit 71,033 Prozent. In der zweiten Qualifikation, dem Special, hatte Wandres die Nase vorne und siegte mit 72,386 Prozent vor Schiergen mit 72,124 Prozent. Damit war klar: Diese beiden werden im Finale antreten, den dritten Finalplatz sicherte sich Ants Bredemeier mit Download.
Im Finale ging – wie beim Deutschen Dressur-Derby in Hamburg – zunächst jeder Reiter auf eigenem Pferd an den Start. Nach Runde eins lag Wandres vor Schiergen vor Bredemeier. „In der zweiten Runde lag Heiner vorne“, erzählt Wandres. „Aber mit dem letzten Pferd hatte er beide Wechseltouren kaputt und ich hatte in der dritten Runde Aaron von Heiner. Ich habe mich auf ihm sofort wohlgefühlt und der Hengst wollte sich zeigen, auch beim dritten Mal noch – das kam mir entgegen.“
Am Ende sicherte sich Frederic Wandres den Sieg mit insgesamt 2.326 Punkten vor Schiergen mit 2.312 Punkten, Bredemeier folgte auf dem Bronzerang mit 2.273 Punkten.

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Was war des Siegers Geheimnis? „Ich habe versucht, die Pferde im Vordergrund zu lassen. In fünf Minuten kann man ein Pferd sowieso nicht auf 'links drehen'. Also habe ich sie möglichst so gelassen, wie sie es gewohnt waren.“
Das Sahnehäubchen obendrauf: Wandres' Pferd, Westminster, wurde außerdem auch bestes Pferd des Finales. „Er hat wirklich für uns alle drei Reiter einen guten Job gemacht“, war der Champion stolz auf seinen Pferdechampion.
Für Frederic Wandres war es die erste Teilnahme am Deutschen Berufsreiterchampionat und er hatte Spaß: „Das war klasse. Und so ein Finale mit Pferdewechsel auf Grand Prix Niveau – also so einfach ist das nicht.“ Mit diesem Finale hat Frederic Wandres gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Den Sieg im Deutschen Berufsreiterchampionat 2019 und einen wunderbaren Test für das Deutsche Dressur-Derby in Hamburg. Dort will Wandres nämlich in gut zwei Wochen auch dabei sein, auch gerne wieder im Finale.