Zweimal Ü80-Prozent bei der Flutlicht-Kür in Wiesbaden

„Heute Abend konnte ich mich nicht entscheiden, was mir mehr Spaß gemacht: Gestern bei der Geländestrecke mit Bobby durch diesen Park zu flitzen oder heute Abend hier die Kür zu reiten“, strahlte Ingrid Klimke nach ihrer Kür mit dem elfjährigen Hengst Franziskus. „Und Franz war heute heilig: Er hat so toll zugehört, es hat so einen Spaß gemacht!“ Mit 80,68 Prozent wurde dieser Ritt belohnt – das war der Sieg! Der erste Sieg für Ingrid Klimke in Wiesbadens Flutlicht-Kür. Und die Kür, die das Siegerpaar zeigte, war schwer: bewertet zwischen 9,4 und 9,6 von 10 im Schwierigkeitsgrad. Ein Highlight: 29 fehlerfreie Galoppwechsel von Sprung zu Sprung und das auch noch auf gebogener Linie.

Den Helm in die Höhe gereckt freute sich Sönke Rothenberger über seine Kür mit dem 1,82-Meter großen hochbeinigen Santiano. „Santiano ist gestern hier den zweiten Grand Prix seines Lebens gegangen und heute seine zweite Kür – ich bin wahnsinnig stolz auf ihn wie schnell er das alles gelernt hat.“ Zu instrumentalem Folk-Rock präsentierten Rothenberger und Santiano ihre Kür mit Highlights in den Piaffen und Passagen, aber auch mit der direkten Verknüpfung von Zweier- und Einer-Galoppwechseln. „Das war zwar geplant, aber nicht geübt“, grinste Rothenberger. 80,040 Prozent – knapp hinter Reitmeisterin Klimke belegte der 24-Jährige den zweiten Platz.