Isabell Werth hat das 13. Mal den Grand Prix Special in Wiesbaden gewonnen

 

„Quantaz hatte heute mächtig Rückenwind“, lacht Isabell Werth und meint . „Aber er hat das schon sehr gut gemacht.“ Mit 76,255 Prozent hat die sechsmalige Olympiasiegerin den Special in Wiesbaden gewonnen. Es war Sieg Nummer 13 für Isabell Werth in Wiesbadens Grand Prix Special. Alle fünf Richter sahen Werth und den neunjährigen Quaterback-Sohn Quantaz an der Spitze. Fehlerfrei hat der Grand Prix-Youngster seine Prüfung vor imposanter Schlosskulisse und großem Publikum absolviert – lediglich in der nicht ganz losgelassenen Schritt-Tour konnte er noch nicht ganz hoch punkten. „Ich werde sicher noch bei einigen Turnieren mit ihm an den Start, damit er noch mehr Routine sammelt“, erklärte Werth. „Und dann wird ihn seine Besitzerin Victorias Max-Theurer übernehmen. Das große Fernziel wäre, dass die beiden bei den Olympischen Spielen 2020 an den Start, aber bis dahin ist es natürlich ein weiter Weg.“

Werth gehört zu den absoluten Stammgästen in Wiesbaden. Das erste Mal hat das Ehrenmitglied des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs den Special im Jahr 1993 gewonnen. Welcher Special-Sieg der schönste von den 13 gewesen sei? „Uiha, das kann ich wirklich nicht sagen“, schmunzelt Werth. „Ich habe hier schon sehr viele schöne Erfolge und Momente erlebt. Ich fühle mich diesem Turnier eng verbunden, deshalb war es für mich auch keine Frage, dass ich auch in diesem Jahr komme, obwohl in drei Tagen schon die Deutschen Meisterschaften in Balve beginnen.“

Platz zwei ging an Dorothee Schneider und ihre elfjährige Stute Pathetique – übrigens über Vater Quaterback eine Halbschwester zu Sieger Quantaz. 72,617 Prozent stand für diese beiden auf der Ergebnistafel. „Patty war heute schon etwas gelassener als noch im Grand Prix, sie hat noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen“, lacht Schneider. „Ich hatte im Gegensatz zu Isabell aber eher Gegenwind als Rückenwind, wenn Patty in Richtung einiger Ecken sollte, die ihr etwas unheimlich waren.“