FEI: Dressur-Aufgaben im Test

Der Bundesstützpunkt Reiten auf dem Gelände des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf war in dieser Woche Schauplatz eines Dressur-Testevents des Weltreiterverbandes FEI. Im Fokus stand dabei eine Verkürzung des Grand Prix.
Lange Jahre hatten die Dressurreiter schon um die Erhaltung des Grand Prix in voller Länge gekämpft. Jetzt liegt eine verkürzte Grand Prix-Aufgabe vor, die erstes Umdenken einzuläuten scheint. "Es war ein gutes aufschlussreiches Event heute", betonte der Dressurausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser. "Katrina Wüst hat eine verkürzte Version des Grand Prix vorgelegt, die von den Reitern und Funktionären für anwendbar erachtet wird." Nach kurzem Überlegen gestand Roeser: "Ja, diese Aufgabe hat uns tatsächlich ein Stück weit umgestimmt."
In Warendorfs Sonnenschein nahmen die beteiligten Stakeholder, darunter Reiter, Trainer, Richter, Turnierveranstalter und Vertreter der FEI verschiedene Dressur-Aufgaben unter die Lupe – zu Pferd und zu Fuß wurde getestet, welche Lektionen und Linienführungen am geeignetsten sind. Dabei war auch die Expertise von Top-Reitern wie Hubertus Schmidt und Isabell Werth sowie Bundestrainerin Monica Theodorescu gefragt.
Als Testreiter waren zum Beispiel Marcus Hermes sowie am Bundestützpunkt stationierte Nachwuchsreiter wie Bianca Nowag und Claire-Louise Averkorn im Einsatz. Vorgeritten wurden verschiedene Versionen des Grand Prix, der Intermediaire A und B, des Nachwuchspferde-Grand-Prix sowie der Aufgabe für Children (U14).
Frank Kemperman, Vorsitzender des FEI-Dressur-Komitees, zog ein zufriedenes Fazit: „Wir hatten hier tolle Bedingungen, vielen Dank an alle Beteiligten. Das war ein sehr interessanter Test und wir haben viele Eindrücke und Erkenntnisse gesammelt, über die wir nun im Komitee beraten werden.“