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In Nürnberg wieder mit Sicherheit und Selbstvertrauen…

 

Fabregaz, der große Rappe von Kaderreiterin Fabienne Müller-Lütkemeier, hat für eine aufregende Saison gesorgt. Der hochbeinige Florestano-Sohn konnte in dieser Saison im Viereck nicht immer das zeigen, was er beim Abreiten versprach. In Nürnberg zeigte er jetzt auch in der Prüfung wieder, was in ihm steckt.

Nach einer 78-Prozent-Runde beim Weltcup-Turnier in Neumünster im Februar blieb Fabregaz in Dortmund (März) unter seinen Möglichkeiten. Auch bei den Deutschen Meisterschaften schien er 'gespalten' – draußen top, im Viereck nicht mehr ganz er selbst. Vor drei Wochen beim Turnier in Herning ebenso.

Wegen der Diskrepanz zwischen dem Gefühl auf dem Arbeitsplatz und im Viereck und weil Fabregaz zeitweise einen etwas matten Eindruck machte, ließ Fabienne Müller-Lütkemeier ein sogenanntes Sportpferde-Profil erstellen – in Zusammenarbeit mit dem deutschen Team-Vet der Dressurpferde Dr. Marc Koene. Dabei wurde festgestellt, dass sein Blutbild nicht durchweg gute Werte aufwies. Also wurde er gezielt zugefüttert, bis alle Werte wieder im grünen Bereich waren.

In Nürnberg zeigte sich Fabregaz nun wieder von seiner besten Seite – nach anfänglichen Startschwierigkeiten. „Er hat beide Prüfungen in Nürnberg gewonnen, aber beide waren nicht fehlerfrei“, gibt Fabienne Müller-Lütkemeier unumwunden zu. „In beiden Prüfungen war er zu Beginn noch von der Halle beeindruckt.“ Im Grand Prix habe er anfangs richtig geguckt, in der Kür war er zunächst nicht vom Trab zu überzeugen. „Ich hatte schon die Hand gehoben, die Musik lief also schon“, erzählt die Reiterin. „Aber er ließ mich nicht antraben, immer wieder galoppierte er an, so dass wir die erste Passage-Traversale im Galopp reiten mussten. Danach hat er sich im Viereck eingefunden und war dann richtig gut mit absoluten Höhepunkten.“ Trotz des holprigen Anfangs landeten das Paar über 78,917 Prozent. Das zeigt, wie stark der Rest der Prüfung war.

„Ich habe Fabregaz ganz bewusst in Nürnberg auf einem nationalen Turnier geritten, um mit Gerte reiten zu dürfen. So konnte ich ihn besser im Viereck unterstützen und mehr Sicherheit vermitteln, obwohl ich die Gerte so gut wie gar nicht benutzt habe.“
Fabregaz habe ihr an diesem Wochenende ein sehr gutes Reitgefühl vermittelt.