…mit zweimal 'Personal Best' – erstklassig!

Bis gestern hatte sich Dorothee Schneider vier Siege in Münster gesichert, am heutigen Sonntag kamen die Siege Nummer fünf und sechs dazu – und das zweimal mit persönlicher Bestleistung. Was für ein Hammer-Start in das Jahr 2020!
Der Grand Prix Special – Münsters Klassiker am Sonntagmorgen in der Halle Münsterland. Fünf Richter sahen eine Siegerin: Dorothee Schneider auf Faustus. Schneider gewann die Prüfung mit 78,13 Prozent gewann, so viel hatten Faustus und die Reitmeisterin noch nie in einem Special! „Manchmal ist er eher introvertiert und mit sich selbst beschäftigt, dann merke ich, dass er mich abfragt, dass ich helfen muss”, so die Mannschafts-Olympiasiegerin. In der Halle Münsterland fühlte sich der Wallach aber sichtlich wohl. Schon nach ihrem Sieg im Grand Prix hatte Schneider auf ihrer FB-Seite gejubelt: „Nur Fliegen ist schöner – Faustus hat heute die vollbesetzte Halle in Münster gerockt!! Reitspaß pur – das sind die Momente, für die man zu Hause trainiert und trainiert und trainiert und sich so intensiv wie nur möglich mit seinen Pferden und auch ihrer Psyche befasst. Und gerade Faustus, dem seine Schüchternheit ja immer mal wieder im Weg steht. Aber heute nicht!!! Heute hat er es allen gezeigt. Ich bin einfach nur happy!!!“

„Ich hatte drei deutliche Fehler in der Prüfung”, so die im Special zweitplatzierte Ingrid Klimke, die mit Franziskus am Start war. „Insofern bin ich ganz froh, dass ich als Zweite neben Doro sitzen darf. Das ist besser, als wenn ich ein Supergefühl in der Prüfung gehabt hätte und dann 72 Prozent bekomme.” Jungtalent Jil-Marielle Becks arbeitete sich stetig nach vorn mit Damon`s Satelite NRW und wurde Dritte vor Kristina Bröring-Sprehe und Destiny OLD. Anfangs, so räumte die junge Reiterin ein, habe es sie schon beeindruckt, wenn große Namen in der Starterliste standen, inzwischen habe sie sich das völlig abgewöhnt. „Mein Vater hilft mir und Herr Balkenhol und das vermittelt mir die Ruhe, um mich ganz auf mein Reiten zu konzentrieren”, so Becks. Lohn der Mühe: 74,56 Prozent.

Auch in der Kür spielte Schneider ihr Können aus und toppte sich selbst: Personal Best mit 'Rosi' in der Kür! Mit Fohlenhofs Rock'n Rose hatte sich Dorothee Schneider gestern in der Qualifikation im Kurz-Grand Prix noch mit Rang zwei hinter Anabel Balkenhol und Crystal Friendship begnügen müssen, heute in der Kür legte sie eine fette Schippe drauf und knackte mit 'Rosi' zum ersten Mal die 80-Prozent: Sieg mit 80,45 Prozent!
Eine super Runde legten auch Kaderreiterin Anna Abbelen und ihr 17-jähriger Henny Hennessy hin: 76,25 Prozent und Platz zwei.