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Ann-Kathrin Lindner und Sunfire starten mega stark in die Saison. Das Ziel: die EM in Ungarn

Personal Best und das gleich zweimal – für Ann-Kathrin Lindner und den elfjährigen FBW Sunfire waren die Tage auf dem Schafhof in Kronberg ein Erfolgsrausch! „Nach dem ersten Tag habe ich schon gedacht, hoffentlich bekomme ich das noch mal so hin“, schwärmt die Physiotherapeutin, „Aber am zweiten Tag war er sogar noch besser!“
Zweimal Personal Best bei der ersten Station des Piaff-Förderpreises 2020, die zugleich erste EM-Sichtung war – besser geht’s nicht.
Die Vorbereitungsprüfung für den Piaff-Förderpreis, den Preis der Liselott Schindling-Stiftung, in Kronberg hatte das Paar mit 74,956 Prozent gewonnen, die Wertungsprüfung mit 75,698 Prozent. So viel wie noch nie für das Duo, das im vergangenen Jahr schon Teamgold bei der U25-Euro in San Giovanni gefeiert hatte. „Dabei war ich total nervös dieses Mal“, gestand Ann-Kathrin offen heraus. „Natürlich hat man schon die Euro in Ungarn im Hinterkopf und weiß, wie viel Bedeutung das Turnier in Kronberg hatte, und auf der anderen Seite hatte man so lange kein Prüfungsfeeling mehr.“ Der letzte Start für Ann-Kathrin und Sunfire war im Februar in Lier. Es sei ihr allerdings sofort besser gegangen, als sie im Gespräch mit einigen Mitreitern heraushörte, dass es den Kollegen ebenso erging. „Vor der ersten Prüfung hatte ich Sunfire auch gar nicht das Prüfungsviereck zeigen können. Ich habe am Freitag noch alle Pferde zu Hause geritten, so dass vor Ort einfach keine Zeit zum Viereck zeigen war.“ Sunfire ließ sich nicht beirren, habe alles außen herum 'abgeschaltet' und sich in der Prüfung voll konzentriert. „Der wollte einfach! Vor der zweiten Prüfung hat er kurz vorm Einreiten noch gebockt, der war so motiviert, aber in der Prüfung wieder voll bei mir.“
Über den Winter habe Sunfire noch viel mehr Stabilität bekommen. „Er ist ja groß, 1,86 m, aber er hat jetzt noch mehr seinen Körper gefunden, hat mehr Kraft und mehr Gleichgewicht und ist in allem noch souveräner geworden.“
Das nächste Ziel für die beiden: das Turnier Mitte Juli in Hagen, das als zweite EM-Sichtung gilt. Danach wird die Shortlist bekannt gegeben. „Ich war noch nie in Ungarn“, erklärt Ann-Kathrin Lindner in einem leisen Nebensatz :-)

Die EM der U25-Reiter findet – zusammen mit den Children, den Ponyreitern, Junioren und Jungen Reiter – vom 11. bis 27. August im ungarischen Pilisjászfalu, knapp 30 km von Budapest entfernt, statt.