Der persönliche EM-Nachschlag von Monica Theodorescu – in Budapest Chef d'Equipe der U25-Mannschaft…

 

Die Nachwuchschampionate in Ungarn sind vorbei – drei aufregende und sehr erfolgreiche Wochen für die deutschen Nachwuchsreiter. Zuletzt waren die Ponyreiter dran und sind mit fünf Medaillen nach Hause gekommen. Lucie-Anouk Baumgürtel hat mit dem Gold-Triple das Maximum erreicht! Cheftrainerin Monica Theodorescu war in der 'mittleren Woche' vor Ort und zieht hier bei dressursport-deutschland.de ihr persönliches EM-Resümee:

„Vorweg liegt mir eins am Herzen: Ich finde es wirklich toll, dass es in diesen Zeiten Veranstalter gibt, die ein solches Championat ausrichten und Nachwuchsreiter aus praktisch ganz Europa willkommen heißen. In der ersten Woche wurden die spanischen Reiter an der Grenze zurückgewiesen und durften nicht nach Ungarn einreisen. Der Veranstalter hat sich sofort stark für die Spanier stark gemacht und ein offizielles Schreiben organisiert, dass diese jungen Menschen das Land bereisen wollen, um an einem Championat teilzunehmen, nicht um Urlaub zu machen. Für die Junioren kam die Hilfe zwar zu spät, aber in der Woche darauf konnten die Spanier sowohl bei den Jungen Reitern als auch bei den U25-Reitern mit einem Team an den Start gehen. Der Veranstalter hat auf allen Ebenen enormen Einsatz gezeigt und für allerbeste Bedingungen gesorgt – unter anderem für erstklassige Plätze. Trotz heftiger Regenfälle waren die Plätze immer sehr gut bereitbar.
Ein dickes Dankeschön an den Veranstalter ist das eine, das andere, was mich begeistert hat, sind die 'Früchte' unseres Ausbildungssystems. Wir hatten Reiter in den Teams, die nahtlos von der einen in die nächste Altersklasse auf EM-Niveau geschlüpft sind – wie Allegra Schmitz-Morkramer von den Children zu den Junioren. Wir hatten mit Luca Collin und Henriette Schmidt zwei sehr gute neue Junge Reiter im Team, für die diese Europameisterschaft eine Premiere war. Sie haben sich sehr gut in Szene gesetzt und Lia Welschof hat mit ihrem zweiten Pferd ganz starke Leistungen gezeigt. Diese drei Reiterinnen sind mit dem Druck, dass sie nur zu dritt im Team waren, sehr gut zurecht gekommen. Wir hatten im U25-Team mit Alexa Westendarp wiederum eine Reiterin, die sich nahtlos von einer in die nächste Altersklasse für das EM-Team empfohlen hat – nicht zuletzt durch die Erfahrungen, die sie auf dem Grand Prix-Pferd Hicksteadt der Familie Kasselmann sammeln durfte. Zudem hat sie mit Der Prinz auch noch ein eigenes zweites Grand Prix-Pferd unter dem Sattel. Dann war da Hannah Erbe, die zwar aus gesundheitlichen Gründen mit ihrem Knie noch nicht zu viel Erfahrungen sammeln konnte, aber nach tollen Erfolgen bei den Junioren und Jungen Reitern nun mit Carlos auch sehr gut den Sprung ins Lager der U25-Reiter geschafft hat. Ann-Kathrin Lindner und Raphael Netz haben beide schon im vergangenen Jahr EM-Luft bei den U25-Reitern geschnuppert, sich toll weiterentwickelt und all das in Ungarn gezeigt.
Es zeigt einmal mehr, dass unser Ausbildungssystem gut funktioniert. Selbst wenn Reiter/Pferd Kombinationen mal ausfallen, sind unsere Teams in der Lage mit Topleistungen Medaillen zu gewinnen.
Gerade in meiner Position als Cheftrainerin bin ich sehr frohen Mutes. Es freut mich, so gute Junge Reiter/innen mit internationaler Perspektive zu sehen und zu begleiten.“