"Im Oberhaus der Dressur angekommen!" – sehr persönliche, ergriffene Worte von Frederic Wandres im Gespräch mit dressursport-deutschland.de…

 



Im Anschluss an das Internationale Dressurturnier in Hagen a.T.W. hat der Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) noch einmal den Olympiakader aktualisiert. Nach dem erfolgreichen Abschneiden bei seinem Heimturnier rückt Frederic Wandres mit dem Hannoveraner Wallach Duke of Britain vom Perspektiv- in den Olympiakader hoch. Die beiden hatten in Hagen sowohl den Grand Prix als auch den Grand Prix Special mit Ergebnissen von mehr als 76 Prozent abgeschlossen.
„Das ist absolut unglaublich“, ist Wandres ergriffen. „Jetzt bin ich im Oberhaus der Dressur angekommen und das auch noch in Deutschland. Davon habe ich schon als Kind und dann auch als erwachsener Profi-Reiter geträumt.“ Duke habe das alles möglich gemacht, weil er sehr kontinuierliche Topleistungen abliefert. „Es ist manchmal leicht, ein- oder zweimal ein gutes Ergebnis zu zeigen, aber das Schwierige ist, es konstant über Jahre zu beweisen – nicht nur als One-Hit-Wonder!“ Duke habe noch nicht ein Turnier gehabt, bei dem der Trend rückwärts gegangen sei, immer gleichbleibend oder eher steigend in der Leistungskurve. "Das macht ihn aus.“ Ein Riesendank gelte der Familie Kasselmann, die ihm all das ermögliche. „Sie stellen mir das Pferd zur Verfügung und stehen in guten wie in schlechten Zeiten voll hinter mir. Die ganze Familie versucht, alles für mich möglich zu machen und Ulli Kasselmann, der mir dann auch noch im Training so wichtige und wertvolle Tipps gibt – dafür bin ich so unglaublich dankbar, ebenso wie an mein Team hier zu Hause, auf das ich mich immer voll verlassen kann.“
Häufig denke er noch an seine Anfänge mit Duke zurück. Sie hätten auf ländlichem St. Georg-Niveau mit ganz normalen Ergebnissen ihre gemeinsame Reise begonnen. „Und ich weiß, wie es vielen Reitern geht. Es gibt viele gute Reiter, die denken: Ach, da oben kommt man eh nicht dazwischen, da habe ich nie eine Chance. Das ist bei vielen im Hinterkopf. Vielleicht kann meine 'Geschichte' auch andere Reiter motivieren und ein Zeichen sein, dass es auch jemand ganz normales durch Erbringen von Leistungen schaffen kann – bis in den Olympiakader.“


Die aktuellen Kader in der Übersicht:
Olympiakader: Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit TSF Dalera BB und Zaire-E, Ingrid Klimke (Münster) mit Franziskus, Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Annabelle, Dorothee Schneider (Framersheim) mit Faustus und DSP Sammy Davis jr., Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) mit Duke of Britain, Benjamin Werndl (Aubenhausen) mit Daily Mirror und Famoso OLD sowie Isabell Werth (Rheinberg) mit Emilio und Weihegold OLD.
Perspektivkader: Carina Bachmann (Sassenberg) mit Tarantino, Senta Kirchhoff (Menden) mit L’Arbuste OLD und Sönke Rothenberger (Bad Homburg) mit Santiano R.