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Neun Finalisten, fünf sind zum ersten Mal dabei, keiner scheidet nächstes Jahr aus…

 

„Geplant ist der Vorbereitungs-Lehrgang fürs Finale am 7. und 8. Dezember in Warendorf“, erklärt Bundestrainer Sebastian Heinze. „Aber wir müssen alle abwarten, wie es weitergeht. Es wird ja eher schwieriger als einfacher, denke ich, und dann muss man sehen, ob wir den Lehrgang abhalten dürfen.“
Heinze ist überzeugt: Wenn es die Corona-Situation zulässt und das Finale auf dem Schafhof in Kronberg stattfinden kann, dann wird es ein gutes Finale. „Wir haben alle vier EM-Paare unter den Finalisten und von den neun Final-Reitern sind fünf das erste Mal dabei.“ Das sei ein gutes Zeichen.
Von den vier EM-Reitern aus diesem Jahr haben drei gleich zwei Pferde qualifiziert. „Sie dürfen beide Pferde mit zum Vorbereitungslehrgang bringen und dann wird vor Ort entschieden, welches Pferd sie tatsächlich im Finale an den Start bringen. Stand heute werden es die EM-Pferde sein.“
Europameisterin Ann-Kathrin Lindner hat neben EM-Star Sunfire auch Flatley im Aufgebot. Mit ihm war sie im vergangenen Jahr Vierte im Finale, für Sunfire wäre es das erste Piaff-Finale. Teamkollege Raphael Netz hat neben seinem EM-Partner Lacoste, mit dem er im vergangenen Jahr Fünfter im Piaff-Finale war, auch mit Elastico Piaff-Punkte gesammelt. Und Alexa Westendarp kann zwischen ihrem EM-Partner Hicksteadt und Der Prinz wählen. Für Alexa ist es übrigens das erste Mal, dass sie sich für das Piaff-Finale qualifiziert hat. Bleibt aus dem EM-Team noch Hannah Erbe, die mit Carlos dabei sein wird, mit dem sie schon 2019 den dritten Finalplatz belegt hat.
So weit das EM-Team im Piaff-Finale. Von den fünf anderen Finalqualifizierten hat bisher nur Sophie Reef Finalerfahrung gesammelt, 2018 war sie mit Silencium in der Schleyerhalle am Start, in diesem Jahr hat sie sich mit Charming Lady qualifiziert. Ellen Richter mit Vinay, Kristin Biermann mit Queensland, Evelyn Eger mit Whitley und Lune Karolin Müller mit Seal – sie sind allesamt Final-Neulinge.
„Keiner der Finalisten ist in seinem letzten U25-Jahr, das bedeutet, dass keiner im nächsten Jahr ausscheidet“, freut sich Heinze. „Das ist natürlich eine gute Perspektive.“ Drei Reiter seien dabei, die schon erfahrene Grand Prix-Pferde zur Verfügung bekommen hatten und von ihnen wunderbar lernen konnten. „Das sind Whitley und Hicksteadt vom Hof Kasselmann und Seal aus dem Besitz des Gestüts Hämelschenburg, Beate Langels, der als Berittpferd im Stall von Hubertus Schmidt steht. Und bei allen Dreien kommen auch neue Pferde hinterher. Auch das ist eine tolle Perspektive.“
Eine Titelverteidigung wird es in diesem Jahr auf keinen Fall geben, keiner der Finalisten hat schon einmal das Finale gewonnen. Der Clou, das Piaff-Finale mehrmals zu gewinnen, ist ohnehin erst drei Reitern gelungen. Ellen Schulten-Baumer hat sich gleich dreimal den Sieg gesichert: 2001 mit Lesotho und 2002 und 2003 mit Gina Royal. Matthias Alexander Rath, der in diesem Jahr der Gastgeber auf dem Schafhof sein wird, hat in den Jahren 2006 und 2007 mit Renoir-Unicef gewonnen und Kristina Sprehe dominierte die Serie 2009 mit Royal Flash und 2011 mit Desperados.

Zur Erinnerung: Benannt wurde der Piaff-Förderpreis nach dem berühmten Dressurpferd Piaff von Olympiasiegerin Liselott Schindling-Rheinberger, besser bekannt unter dem Namen Linsenhoff. Die Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports ist es auch, die diese Serie ermöglicht.