Während die Dressurwelt in Aufregung um die Final-Startplätze für den Weltcup ist, bereiten sich vier deutsche Reiterinnen auf Salzburg vor.


„Stand heute findet Salzburg statt“, erklärt Cheftrainerin Monica Theodorescu gegenüber dressursport-deutschland.de. „Von uns haben vier Reiterinnen ihre Nennung abgegeben: Isabell Werth mit Weihegold – sie nimmt Quantaz noch für die Drei-Sterne-Tour mit, Dorothee Schneider mit Faustus, Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB und Helen Langehanenberg mit Annabelle.“
Das Weltcup-Turnier in Salzburg steht vom 21. bis 24. Januar auf dem Programm. Bisher hat nur eine Weltcup-Etappe der Westeuropa-Liga stattgefunden, das war das dänische Aarhus Mitte Oktober. Von den insgesamt zwölf Etappen wurden bereits neun abgesagt. Nach Salzburg steht so nur noch die Etappe `s-Hertogenbosch Mitte März auf dem Plan und dann das Finale in Göteborg vom 31. März bis 5. April.
Neben ihrer Vorbereitung auf Salzburg hat Isabell Werth im Moment auch noch die Herausforderung, sich um den Ärger bei der Vergabe der Weltcup-Finalplätze zu kümmern. Das FEI-Dressurkomitee hatte wegen der Corona-Pandemie schon im Dezember eine Änderung der Vergabe der Finalplätze vorgenommen, aber diese Änderung nicht kommuniziert. Jetzt wurde der amerikanische Kollege Ken Bradderick von dressage-news.com aufmerksam und brachte die Änderung an die Öffentlichkeit. Danach gehen nicht wie sonst neun von den 18 Finalplätze an Reiter aus Westeuropa, sondern drei mehr – zu Lasten von Reitern ohne Liga, dem Punktbesten außerhalb der Qualifizierten und einem Reiter der gastgebenden Nation. Die Nicht-Europäer fühlen sich benachteiligt, aber auch die Europäer unterstützen diese Regelung nicht und plädieren für eine Lösung im Sinne des internationalen Sports, nicht des europäischen. Isabell Werth, seit einigen Wochen Vorsitzendes des Internationalen Dressurreiter Clubs (IDRC), erklärte gegenüber dem St. Georg: „eine Lösung wird da sicherlich gefunden.“