Es wird ernst – der Startschuss für die olympische Saison ist gefallen und es war spannend bei Horses and Dreams in Hagen a.T.W. Normalerweise ist man gewohnt, dass die Special-Touren tendeziell stärker besetzt sind als die Kür-Touren. In Hagen sind schlicht beide Touren stark!
Heute ging es los mit dem Grand Prix der Special-Tour und einige Paare haben sich seit längerer Zeit das erste Mal wieder international präsentiert. Zum Beispiel Dablino, der mit Anabel Balkenhol ja schon zum bronzenen WEG-Team 2010 in Kentucky gehörte. Heute war der erste internationale Start seit dem CHIO in Aachen 2011. Vor einigen Wochen hatte Balkenhol ihren Fuchs schon mal national präsentiert – und gewonnen. Heute war zwar der Sieg von Charlotte Dujardin belegt, die mit Valegro „in eigener Klasse ritt“, wie Isabell Werth der jungen Engländerin bestätigte. Trotzdem: Dablino war voll konzentriert und offensichtlich noch von dem entfernt, was in ihm steckt. Mit ‚Halbgas’ 75,404 Prozent – eine herrliche Perspektive im olympischen Jahr und Platz drei heute in Hagen.
Einen darauf setzen konnte Isabell Werth mit ihrem erst zehnjährigen Don Johnson. Es ist sicher eins der meist diskutierten Pferde am Start, schon allein wegen seines nicht Dressurpferde-typischen Exterieurs. Aber es ist beeindruckend wie Isabell Werth es verstanden hat, dieses Pferd im Lauf der vergangenen Monate zu ‚formen’ und wie ‚erwachsen’ ihr gerne mal etwas übermütiger Johnny geworden ist. Für sie steht fest: Johnny ist eine echte Alternative mit Blick auf London. In Hagen wurden es für das Paar 76,511 Prozent und Platz zwei im Grand Prix.
Mit den Plätzen acht und neun ritten sich zwei weitere deutsche Paare in die Platzierung: Whisper mit Monica Theodorescu und 71,511 Prozent vor Lento mit Reitmeister Hubertus Schmidt und 71,426 Prozent.
Am Sonntag geht es im Special weiter.

Morgen früh 8.30 Uhr geht der Grand Prix der Kür-Tour los – und auch der verspricht Spannung. Totilas zeigt eine neue Kür zu Michael Jackson-Klängen. „Die Choreographie hat Matthias ganz alleine gemacht“, betonte heute Vater Klaus-Martin Rath. Zweimal war der Schwarze heute auf den Hagener Trainingsplätzen zu sehen und stille Beobachter waren tatsächlich von der Form des Paares beeindruckt. Rath senior erklärte schlicht: „Ich glaube, es werden sich einige morgen wundern.“ Wir sind gespannt! Auch auf die Kür von Senkrechtstarter Kristina Sprehe und Desperados. In Dortmund hatte sie noch mit ihrem fast 82 Prozent-Sieg im Special verblüfft, jetzt möchte sie ihre Kür präsentieren, um dann eventuell noch genug Zeit zu haben etwas zu ändern bis… Auch Girasol werden wir in der Kür-Tour sehen, nur wenige Tage nach dem Weltcup-Finale in `s-Hertogenbosch. Und Laura Bechtolsheimer hat sich mit Toppferd Mistral Hojris für die Kür-Tour entschieden! It's Showtime in Hagen.