Endlich! Nach acht Monaten Pause, nach viel Gerede, Gemunkel, nach einem verpatzten öffentlichen Auftritt bei der Hengstschau in Vechta, dann die Verwirrung, ob des kurzfristigen, unabgesprochenen Umschwenkens auf die Kür-Tour in Hagen, endlich die sportliche Antwort: Totilas und Matthias Rath haben sich bewiesen. 83,809 Prozent und der Sieg in einem äußerst stark besetzten Grand Prix der Kür-Tour bei Horses and Dreams. Es war der erste Turnierstart nach der EM in Rotterdam und es war deutlich zu sehen, dass die Beiden über den Winter konsequent gearbeitet und einiges umgestellt haben. Deutlich verbessert die Wechseltouren, besser im Vorwärts, insgesamt harmonisch im Miteinander. Rundrum richtig gut! Die Erleichterung stand in sämtlichen Gesichtern. Paul Schockemöhle hat sich sogar zu der Aussage hinreißen lassen, dass er Totilas noch nicht besser gesehen hat – „auch unter Edward Gal nicht!“ Der nächste Start von Totilas wird wahrscheinlich in München bei Pferd International Mitte Mai sein.
Seit heute steht aber auch endgültig fest: Deutschland geht mit zwei schwarzen Hengsten in die olympische Saison, denn auch Kristina Sprehe und Desperados sind unheimlich stabil und auf Höchstniveau unterwegs. Heute 81,851 Prozent und Platz drei hinter Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris auf Platz zwei.
Ein Start mit Knall ins Olympiajahr – so kann man diese Dressurtage in Hagen definieren.