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Geb.: 25. Januar 1978
Wohnort: Warendorf
Beruf: Profireiterin, Ausbilderin

Carola Koppelmann:
„Wenn ich etwas wirklich will, dann ist es reiten!“







„Ich würde manchmal gerne etwas spontaner sein und kurzfristig in ein Flugzeug steigen und einfach mal wegfliegen können.“ Aber die Pferde verbieten es ihr – und ihre „Pingeligkeit“ mit den Pferden. Carola Koppelmann nimmt ihren Beruf ernst und die Pferde noch ernster. „Ich fahre sehr selten in Urlaub, einfach weil ich mit meinen Pferden so pingelig bin und immer denke, dass ich lieber alles selbst machen möchte.“ Mit Shetty Pflaume ging es los über Pony Schneeflöckchen zu Topstar Le Bo – ein Leben ohne Pferde kann sich Carola Koppelmann nicht vorstellen. „Ich bin in einer Reiterfamilie aufgewachsen, da gab es keinen Weg an der Pferdebegeisterung vorbei.“  Schon als sie zwölf Jahre alt war, hat sie jede Ferien in Verden verbracht, um bei Holger Schmezer zu trainieren. Dass es auch beruflich einmal die Pferde sein sollen, war früh klar – aber es hätte gar nicht unbedingt die Dressur sein müssen: „Wenn ich damals ein Springpferd gehabt hätte, wäre ich vielleicht Springreiterin geworden.“ Am 1. Januar 2001 hat sich Carola Koppelmann als selbstständige Ausbilderin am Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf niedergelassen. Jeden Tag hat sie so hautnahen Kontakt auch zu den Spring- und Vielseitigkeitsreitern. „Ich finde einfach jede Disziplin irre spannend.“ Hauptsache Pferde, egal in welcher Disziplin und in welchem Alter. „Ich bilde gerne Pferde aus, sehe sie heranwachsen und beobachte von Training zu Training wie sie sich entwickeln. Ich glaube, das zeichnet mich auch aus, dass ich meine Pferde von jung auf selbst ausbilde – wie zum Beispiel Le Bo.“ Für ihr Gefühl und ihre Geduld mit den Pferden ist sie bekannt. „Dabei bin ich sonst überhaupt nicht geduldig, aber ich bin froh, dass es nicht anders herum ist und dass ich die Geduld mit den Pferden habe.“ Ihre Eltern betreiben einen Ausbildungs- und Verkaufsstall in Freiburg/Elbe, aber Zuhause ist zunächst keine Alternative für die Sportbegeisterte.
Selten gönnt sie sich einen frühen Feierabend. Wenn doch: Raus aus den Reitklamotten, rein in die Dusche und danach wählt sie am liebsten zwischen den Alternativen: Gemütlich essen gehen, shoppen in der Stadt, Kinobesuch in Münster oder im kleinen Kultkino von Warendorf oder gerne auch einmal einen entspannten Abend zu Hause.
Carola Koppelmann liebt ihren Job, aber „ich hasse den Winter!“ Diese Worte stößt sie fast mit einem verächtlichen Zischen aus – eine ganz ungewohnte Tonart bei der sonst humorvollen Lebenslustigen. „Den ganzen Tag draußen und immer nur frieren. Wenn ich mal Urlaub habe, fahre ich auf jeden Fall irgendwohin, wo es ganz, ganz warm ist!“
Carola Koppelmann hat im Dressursport viel erreicht. Sie ist ehrgeizig und ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Vierte war sie bei der WM der jungen Dressurpferde, hat das Finale des Nürnberger Burgpokals gewonnen und jede Menge Platzierungen und Siege auf Grand Prix-Niveau gesammelt. Aber auf eins ist sie am meisten stolz. „2005 bin ich mit Le Bo Deutsche Vizemeisterin geworden – das war schon etwas Besonderes auf einem selbst ausgebildeten Pferd.“ Ein paar Jahre danach ist es etwas ruhiger um die Profiausbilderin geworden, auf einen Schlag hat sie fünf Grand Prix-Pferde verloren. Aber dann hat sie den Dimension-Sohn Deveraux B in Beritt bekommen. In aller Ruhe hat sie ihn ausgebildet, auf ihre leichte Hilfengebung ‚eingestellt’. „Ich lasse mir immer so lange Zeit, bis die Pferde mich wirklich verstehen und eigentlich alles ganz leicht geht.“ Im Mai 2014 ist sie dann mit Deveraux in den Turniersport eingestiegen – direkt auf Grand Prix-Niveau und direkt mit Erfolg. Im Dezember 2014 wurde das Paar in den Bundeskader berufen.