„Ja, Totilas ist wieder fit und das ist das Allerwichtigste. Es war einfach ein besch... Timing.“

Man hört noch die Enttäuschung über den geplatzten WM-Start in der Stimme von Matthias Rath. „Eine Woche lang war ich echt nicht so gut drauf, aber dann… Die Saison war ja trotzdem ‚keine Katastrophe’ (lacht). Es gab genügend Leute, die gedacht haben, Totilas würde nie wieder Turnier gehen. Und wenn, dann nicht so wie vorher. Aber wir konnten uns ja auf einigen Turnieren in guter Form zeigen.“ Zwei Wochen, nachdem er sich gegen sein Überbein getreten hatte, hat Totilas Ruhe bekommen. Jetzt denkt Rath über den nächsten Start nach. „Das wird, denke ich, auf jeden Fall noch in diesem Jahr sein. Ich würde gerne Weltcup reiten. Das nächste Finale ist in Las Vegas. Da war ich 2005 schon mal mit Ann Kathrin (Linsenhoff) als sie mir Renoir am Start war. Das ist schon eine Wahnsinns-Atmosphäre. Die Amerikaner machen richtig Stimmung.“ Wann er in den Weltcup einsteigen wird, weiß er noch nicht. Bretton Woods steht zurzeit bei Anky van Grunsven und Sjef Jansen, wird dort von den beiden geritten und Rath fährt regelmäßig zum Training hin. Mit seinen beiden Nünberger Burg-Pokal-Finalqualifizierten, Es Fangar’s Samba King und Danönchen, wird Rath voraussichtlich noch bei ein oder zwei Hallenturnieren an den Start gehen, um sie auf das Finale in der Frankfurter Festhalle vorzubereiten.
Und im kommenden Monat Oktober steht sowieso etwas ganz anderes im Vordergrund: Raths Frau Franziska erwartet ihr erstes Kind. „Ja, wir wissen, was es wird, und einen Namen gibt es auch schon“, erklärt Rath und grinst. Verraten wird nichts.