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 Sie bleiben Mannheims Kür-Spezialisten: Isabell Werth und Dorothee Schneider, die eine auf ihrem Routinier, die andere mit einer Premiere…

Zum dritten Mal hat Isabell Werth die Kür auf dem Maimarktturnier in Mannheim gewonnen, zum ersten Mal mit Emilio (2019 mit Don Johnson, 2021 mit Weihegold OLD). Ihr Ergebnis heute: 82,630 Prozent. Der 17-Jährige hat routiniert seine Highlights ausgespielt, zwischen 74,75% und 79,75% wurde das Paar in der A-Note bewertet, zwischen 85,00% und 90,20% in der B-Note. Dorothee Schneider hatte ebenfalls bisher zweimal die Kür in Mannheim gewonnen (2018 mit Rock'n Rose, 2022 mit Faustus), heute wurde es mit Sisters Act MT OLD Platz zwei.

„Emilio war ganz schön kernig“, lächelt Isabell Werth. „Schon von Kindesbeinen an war er ein Charakterpferd. Aber wir haben uns im Lauf der letzten zwölf Jahre gut arrangiert und seine Eigenheiten gepflegt und die soll er auch mit in die Rente nehmen.“ Apropos Rente: „Ich bin schon stolz, wenn ich Zuhause meine Rentnerband auf der Koppel sehe, ab 20 Jahren aufwärts. Es tummeln sich immer sieben bis acht ehemalige Grand Prix-Pferd auf unseren Weiden und genießen meist noch viele Jahre ihre Rente. Es macht Freude, ihnen zuzusehen, und es ist der beste Beweis dafür, dass Spitzensport auch heißt, Pferde gesund zu erhalten.“ Und weil es gerade um das Thema Rente ging, hat Werth noch schnell angefügt: „Emilio wird Ende des Jahres in Rente gehen, aber nein, ich gehe noch nicht in Rente“, spricht es aus und lacht herzlich.

Es war 'Sissys' Kür-Premiere. Sissy, alias Sisters Act MT OLD. Neunjährige ist die Sandro Hit-Tochter über den Louisdor-Preis in den Grand Prix-Sport gewachsen, war zehnjährig erstmals auf internationalem Grand Prix-Parkett am Start und hat in Mannheim ihre allererste Kür überhaupt gezeigt. In frischem Vorwärts, mit viel Harmonie und Elastizität, leider einem Fehler in den Zweierwechseln, aber insgesamt anspruchsvoll, ausdrucksvoll und mit immer wieder strahlendem Gesicht der Reiterin – auch während der Prüfung. "Ich habe gelächelt, weil sie so gut zugehört hat, da bekommt man Gänsehaut. Ich konnte dieses tolle Pferd wirklich in der Prüfung genießen." Mit Genuss zu 79,665 Prozent und Platz zwei. Ihre Musikwahl ist auf My Fair Lady gefallen, eigens für Sissy eingespielt von einem Prager Orchester – mehr zur Entstehung von Sissys Kür gibt es morgen hier bei dressursport-deutschalnd.de.

Auch Showtime durfte zwei Tage mit nach Mannheim. "Ich habe ihn hier Sonntag und Montag geritten, er fühlt sich gut an. Aber ob und wenn ja wann ich ihn eventuell noch mal an den Start bringe, das entscheide ich aus dem Bauch heraus, das ist völlig offen."

Platz drei ging in der Kür an Jasmin Schaudt und ihren langjährigen Partner Fano mit 76,190 Prozent. "Normalerweise bewundere ich diese beiden Damen (Werth und Schneider) von ganz weit weg, heute war es plötzlich gar nicht mehr so ganz weit", freut sich die Ehefrau von Mannschafts-Olympiasieger Martin Schaudt. "Den habe ich früher übrigens auch hier in Mannheim von der Tribüne aus bewundert – und plötzlich bin ich selbst hier eingeritten."

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