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Medaillenträgern auf Bundestrainer-Jagd :-) Foto: ©Flora Keller

Die Deutsche Meisterschaft der U25-Dressurreiter feiert sehr würdige ihre Premiere…

Mit der ersten DM-Goldmedaille der U25-Reiter schmücken sich Ann-Kathrin Linder und FBW Sunfire.
Im Grand Prix machten die routinierten Paare des vergangenen Jahres die Entscheidung unter sich aus. Ann-Kathrin Lindner, Raphael Netz und Hannah Erbe, allesamt Mitglieder der Silber-Equipe der Europameisterschaft 2020, hielten die Konkurrenz auf Abstand.

Ebenso voll Power wie im Viereck: die drei Medaillen-Damen (©Flora Keller)

Jessica von Bredow-Werndl ist erneut Deutsche Spezial-Meisterin, Silber für Isabell Werth / Bronze für Dorothee Schneider

„Neue und alte Deutsche Meisterin hört sich gut an“, sagt Jessica von Bredow-Werndl. Bei den Deutschen Dressurmeisterschaften in Balve sicherte sich die 35-Jährige mit TSF Dalera BB zum zweiten Mal in Folge DM-Gold im Spezial. Silber ging an Isabell Werth mit Bella Rose, Bronze an Dorothee Schneider mit Showtime FRH.

Mit der Siegerin der U25-Prüfung am ersten Tag in Balve im Gespräch: Ann-Kathrin Lindner.

dressursport-deutschland.de: Mannheim war vor vier Wochen – der Unterschied hier in Balve war enorm. Was haben Sunfire und Du heute so anders gemacht?
Ann-Kathrin Lindner: Ich bin so mega glücklich, dass das heute so ging. Der Druck von der letzten Saison geht auch an einem Reiter nicht spurlos vorbei. Vorher war ich eigentlich immer in Angriffsposition, das war für mich angenehmer. Jetzt weiß ich, dass ich angreifen muss. Durch den Druck bin ich in Mannheim etwas ‚stur‘ geritten. Ich wollte es zu gut machen und war dadurch verkrampft beim Reiten. Auch noch die ganze Woche nach Mannheim konnte ich zu Hause nicht locker reiten, auch nicht meine jungen Pferde. Da war mir klar, ich muss etwas ändern.

„Wir haben dieses Mal einen Schlachtplan entwickelt“, erklärt Jonny Hilberath lächelnd. „Ich habe zu Jessi gesagt: Trau Dich einmal mehr!“

Das hat geklappt. „Ja, ich habe mich heute tatsächlich mehr getraut und offensichtlich hat das Dalera noch mehr Selbstvertrauen gegeben“, freute sich Jessica von Bredow-Werndl nach ihrem Ritt. „Ich hatte mir vorgenommen: ‚All In‘ und der Plan ist aufgegangen.“ Mit der persönlichen Bestleistung von 85,040 Prozent siegten von Bredow-Werndl und die 14-jährige Easy Game-Tochter TSF Dalera BB. „Ich habe noch nie so eine Runde erlebt“, schwärmte die Siegerin. „Ich hatte keinen Millimeter das Gefühl, das etwas schief gehen könnte. Sie war von der ersten bis zur letzten Millisekunde bei mir, keiner von uns hat auch nur einen Moment gezweifelt.“ Mit Blick auf den Special am morgigen Freitag bleibt von Bredow-Werndl konzentriert: „Jeder Tag ist neu. Morgen wieder ‚All In‘ und dann schaun wir, was passiert.“

"Niemand wollte der ‚Depp‘ sein, der das Mannschaftsgold vermasselt." Ein persönlicher Rück- und Ausblick von Monica Theodorescu…

2016 hat Monica Theodorescu das deutsche Team als Bundestrainerin zu Teamgold, Einzelsilber und Einzelbronze geleitet. Es waren ihren fünften Olympischen Spiele (dreimal war sie als Team-Mitglied dabei, einmal als Reservereiterin), aber die ersten als Bundestrainerin. Ein persönlicher Rück- und Ausblick der Cheftrainerin:

Frank Kemperman ist noch der Vorsitzende des FEI-Dressurkomitees, aber seine Amtszeit läuft Ende des Jahres ab.

Ein Name, der um die Nachfolge im Gespräch ist, ist Prof. Dr. Martin Richenhagen. Richenhagen bestätigte gegenüber dressursport-deutschland.de, dass seine Bewerbungsunterlagen bereits der FEI vorliegen.
Richenhagen ist im Dressursport national und international bekannt. Er kennt die FEI und ihre Systematik. Von 199 bis 2018 war er FEI-Richter, seit 1994 ist er FEI-Chef-Steward und war 2008 bei den Olympischen Spielen in Hongkong Equipechef des deutschen Dressurteams.

Isabell Werth hat die wunderbarste Qual der Wahl…

Nächsten Donnerstag beginnen die Deutschen Meisterschaften in Balve, Sichtung zunächst für die Olympischen Spiele, aber auch mit Hinblick auf die Europameisterschaften im September in Hagen.
Isabell Werth hat dabei die wunderbare Qual der Wahl aus vier Kaderpferden: Weihegold OLD 16), Bella Rose (17), DSP Quantaz (11) und Emilio (15).
„Ich werde in Balve Bella Rose und Quantaz reiten, das habe ich so mit allen Beteiligten und dem Dressurausschuss besprochen“, erklärt Werth. Weihegold, da seien sich alle einig, habe sich schon oft genug bewiesen und Emilio wird seine Chance eine Woche später bei CDI4* in Achleiten bekommen.
Weihegold wird somit keine Gelegenheit haben, ihre Kür-Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Es war der zweite Deutsche Meistertitel für die immer eifrige Rappstute und der 16. für Isabell Werth.

Benjamin Werndl im Podcast-Interview bei 'Die Finals'…

Auszüge aus dem Interview:

DM Balve: „Ich habe mir ja letztes Jahr einen Tag vor dem Finale das Schlüsselbein gebrochen. Deshalb habe ich mit den Deutschen Meisterschaften noch eine Rechnung offen.“

Geschwister-Vergleich: „Die Chancen von Jessi stehen jetzt an dieser Stelle gerade deutlich besser als meine. Ich habe eher Außenseiterchancen. Aber – mal schaun!“

Heute ist ein wunderbarer Anlass für einen kurzen Gedanken-Exkurs, heute…

…feiert Helen Langehanenberg ihren Geburtstag. Am vergangenen Wochenende war die Kaderreiterin beim CDI München am Start, einerseits mit Annabelle in der Special-Tour, andererseits im Nürnberger Burg-Pokal. Mit Ascenzione gewann Helen Langehanenberg beide Burg-Pokal-Prüfungen. Das Besondere daran war das ‚Wie‘! Diese junge Stute bewegte sich mit einer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit durch die Prüfungen, dass es ein absoluter Genuss war.

Münchens Finaltag mit Topstuten…

Louisdor-Tickets für Superb und Valencia As

„Das war einfach super!“, kommentierte Dr. Dietrich Plewa den Ritt von Isabell Werth und der neunjährigen Surprice-Tochter Superb. Plewa sprach mit zukünftiger Perspektive von einem „weiteren Championatspferd unter dem Sattel von Isabell Werth. „Da sind so viele Höhepunkte, die sich aneinanderreihen: die getragene Passage, die Piaffe mit unheimlich akzentuiertem Bewegungsablauf, die bedeutenden Wechsel…“ Auch Werth selbst war hochzufrieden und resümierte: „Das Pferd hat wirklich noch mal einen Riesenschritt gemacht von Hagen hier nach München.“ Sie sei hochgradig rossig und habe sich von den beiden Hengsten auf dem Abreiteplatz ein bisschen animieren lassen. „Da habe ich schon gedacht, das wird ja eine ganz spannende Geschichte, aber das hat sie super gemacht im Viereck. Das einizige, was das Pferd noch braucht, ist ‚Ringerfahrung‘.“

… und noch viel mehr Topsport! Der Samstag in München mit Straight Horse Ascenzione und TSF Dalera BB, drei Pferden über 80 Prozent…

Der Samstag in München ging gut los: die allererste Starterin des Tages war die achtjährige Vollschwester des dreifachen Weltmeisters Sezuan, Straight Horse Ascenzione, unter dem Sattel von Helen Langehanenberg. Die Trabtour war ein Musterbeispiel an Leichtfüßigkeit, Harmonie und wunderbarem Ausdruck, insgesamt die Prüfung aus einem Guss. In der Galopp-Tour darf die Stute noch etwas mehr reifen, sich noch etwas mehr im Bergauf präsentieren. Dreimal hatte sich die Zack-Tochter schon für die WM der jungen Dressurpferde qualifiziert und sich altersgemäß weiter entwickelt. Es wäre zu schade, wenn sie nicht unter die Finalisten des Nürnberger Burg-Pokals zählte. In Hagen musste sie sich in der Finalqualifikation noch hinter Boxennachbarin Schöne Scarlett aufstellen, in München könnte sie sich morgen ihr Finalticket sichern. München ist die vierte Station des Burg-Pokals in seinem 30. Jahr. Heute siegte die junge Dame mit 76,610 Prozent.

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