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Top-Resonanz auf eine spontane Idee! Zuschauer, Reiter und Richter waren begeistert.


„Ich stand im vergangenen Jahr am Dressurviereck in Warendorf und habe dort die Prüfung der Siebenjährigen beim Bundeschampionat gesehen“, erzählt Elmlohes Dressurchef Jan Schalk. „Das wollte ich bei uns auch ausprobieren.“ Das Problem: diese Prüfung gibt es in der LPO noch gar nicht, obwohl sie in Warendorf schon geritten wurde. Schalk ließ nicht locker und durfte die Prüfung dann als Pilotprojekt LPO 2024 ausschreiben. „Ich habe also die internationale Ausgestaltung genommen, die FEI Aufgabe für Siebenjährige, die als Einlaufprüfung bei der WM geritten wird, und habe daraus eine nationale Prüfung gemacht.“ Im Ausschreibungssystem gab es noch keinen Prüfungsschlüssel, den hat Schalk manuell eingegeben, zur FN geschickt und dort einpflegen lassen. „Ich wollte das ausprobieren und mal gucken, ob ein paar Reiter daran Interesse haben. Wenn ich acht oder neun Nennungen bekomme, kann ich das Donnerstagabend mit anhängen.“ 28 Nennungen gingen ein, 17 davon sind geritten. „Das hatte ich nicht erwartet!“, gibt Schalk zu.
Emma Kanerva hat dieses Pilot mit der Borsalino-Tochter Bond Girl gewonnen. Ihr Ergebnis: 77,281 Prozent. Knapp dahinter folgten Tessa Frank und Funrise v. Flanell mit 77,141 Prozent. Gewertet wurde diese Dressurpferde-S vom Richter bei C in der Technik, Lektion für Lektion, das Richter-Duo bei E vergab die Noten für die Qualität des Pferdes wie bei jeder Dressurpferde-Prüfung: Grundgangarten, Durchlässigkeit und Gesamteindruck.
Der Gedanke, die Dressurpferde-S in die LPO 2024 aufzunehmen liegt nahe. Bisher wird diese Prüfung national nur beim Bundeschampionat geritten, aber kein Reiter kann die Prüfung zuvor irgendwo reiten und üben, lediglich in Wiesbaden wird diese Aufgabe noch ausgeschrieben, allerdings international. Zudem könnte die Dressurpferde-S auch eine weitere Verknüpfung zum Nürnberger Burg-Pokal bedeuten. „Ich finde diese Idee, junge Pferde auf diesem Weg in die S-Dressur hineinzuführen sehr sympathisch“, erläutert Schalk. „Erstens sind die Siebenjährigen unter sich und außerdem guckt man anders hin: die halben Pirouetten werden beispielsweise als Arbeitspirouetten mit ein bis drei Metern Durchmesser abgefragt.“
Schalk konnte wählen, ob er die Dressurpferde-S als Kandaren- oder Trensenprüfung ausschreibt, Wahlfreiheit durfte er nicht gewähren. „Ich habe mich dann für die Kandare entschieden, weil sie auch beim Bundeschampionat mit Kandare geritten wird.“
Der Gedanke steht für das nächste Jahr, in Elmlohe mit dieser Prüfung eine Qualifikation für das Bundeschampionat der Siebenjährigen auszutragen, dafür müsste die Prüfung aber in die LPO aufgenommen werden.
Schalks Fazit: „Die Prüfung hat wirklich mega viel Spaß gemacht und wurde von allen Seiten super angenommen. Ich hoffe, dass ich sie nächstes Jahr als Qualifikation für das Bundeschampionat anbieten kann.“
Elmlohe hat sich bereits zu einem Lieblings-Turnier für Dressurreiter entwickelt. Die Starterfelder sind groß, die Qualität hoch. So wurde beispielsweise die Finalqualifikation des Nürnberger Burg-Pokals mit 74,805 Prozent gewonnen, damit sicherte sich Emma Kanerva auf Bond Girl, mit der sie auch das Pilotprojekt gewonnen hatte, ihren Finalplatz. Ebenfalls einen Finalplatz sicher hat die in Elmlohe zweitplatzierte Helen Langehanenberg mit Golden Romance de Malleret und 74,537 Prozent. Langehanenberg gehört zu den vier bestbenoteten Zweitplatzierten der Saison, für die es in diesem Jahr erstmals Finalplätze im Burg-Pokal gibt.
Den Sieg im Grand Prix Special sicherte sich Juliane Brunkhorst mit Aperol und 74,353 Prozent vor Anabel Balkenhol auf High Five mit 73,902 und Ingrid Klimke auf First Class mit 72,627 Prozent.

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